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Die Depression ist nicht erst seit Corona zur Volkskrankheit geworden. Die Wahrscheinlichkeit, einmal im Leben an einer Depression zu erkranken, liegt zwischen 7% und 18%, wobei die Dunkelziffer weit höher liegen dürfte.

Oft wird eine Depression lange nicht erkannt, denn sie kann sich auf vielfältige Weise äußern. Zu den typischen Symptomen zählen Interessenverlust, eine depressive Stimmung und das Gefühl von Wertlosigkeit und Affektarmut. Der Betroffene hat das Gefühl, dass nichts mehr Freude bereitet und zieht sich zurück, wodurch sich die Symptome oft noch verstärken.

Manchmal verleiht sich eine Depression aber vor allem durch körperliche Erscheinungen Ausdruck. Dazu können Libidostörungen, Appetitlosigkeit, chronische Schmerzen ohne somatischen Befund, Antriebsmangel und Schlafstörungen gehören.

Es ist auch nicht selten, dass bei älteren Menschen eine depressive Phase mit einer Demenz verwechselt wird, denn auch Gedächtnisstörungen gehören zu diesem Krankheitsbild.

Die saisonale Depression tritt verstärkt im Winter auf und äußert sich häufig durch Essattacken.

Leider ist es in unserer Gesellschaft noch immer nicht selbstverständlich, dass man frei über seine mentalen Belange reden kann. Denn im Gegensatz zu anderen Krankheiten sind psychische Störungen weitestgehend unsichtbar.

Doch gerade hier wäre eine frühe Behandlung besonders sinnvoll. Sie kann nicht nur unnötiges Leid verhindern, sondern auch eine Chronifizierung verhindern.

Die kognitive Verhaltenstherapie hat sich in dem Bereich als besonders hilfreich erwiesen. Gerade in Kombination mit dem Autogenen Training oder der Progressiven Muskelentspannung können gute Erfolge erzielt werden.

Bei chronischen Depressionen ist hingegen die Schema Therapy besonders wirksam.

Die Client-Centered Psychotherapy kann begleitend eingesetzt werden und ist auch für Angehörige von Betroffenen eine sinnvolle Stütze.