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Mobbing

Mobbing kann in vielen sozialen Situationen auftreten: Am Arbeitsplatz, in der Familie, im Freundeskreis, Verein und immer zunehmender in den sozialen Medien.

Egal in welchem Bereich, die psychische und zum Teil auch physische Gewalt, die den Opfern zugeführt wird, ist grausam, erniedrigend und hinterlässt oft langwierige Folgen.

Die Opfer leiden oft an Depressionen, Schlafstörungen und Alpträume, psychosomatische Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder Kopfschmerzen. Es ist nicht selten, dass Betroffene eine posttraumatische Belastungsstörung erleiden und sich Suizidgedanken aufdrängen.

Je nachdem, in welchem Bereich das Mobbing stattfindet, können sich daraus unterschiedliche Schwierigkeiten ergeben.

Umfragen zu Folge gaben 24% der Arbeitnehmer an, schon einmal Opfer von Mobbing am aktuellen Arbeitsplatz gewesen zu sein. Oftmals wird hinter dem Rücken des Betroffenen gelästert, es werden Gerüchte gestreut, wichtige Arbeitsinformationen zurückgehalten oder unsinnige Arbeiten zugewiesen. Manche Täter gehen auch hochgradig manipulativ vor, so dass ein Nachweis der Boshaftigkeiten schwierig ist.

Doch auch in der eigenen Familie oder Verwandtschaft können einzelne Familienmitglieder plötzlich Opfer von Intrigen werden. Dabei sind keinesfalls nur Streitigkeiten unter Kindern gemeint – auch im Erwachsenenalter können einem ein Geschwisterteil, die eigenen Eltern oder der Ehepartner das Leben zur Hölle machen. Die Täter weisen dabei nicht selten narzisstische Wesenszüge auf und sind sich keiner Schuld bewusst.

Durch die immer stärkere Nutzung von sozialen Medien hat in den letzten Jahren das Cypermobbing gravierend zugenommen. Dabei sind längst nicht nur ein paar böse Kommentare unter einem Foto gemeint – im Schutze der Anonymität erfahren Betroffene nicht selten eine Welle von Beleidigungen, die schwer verletzend sind. Teilweise wird tief in die Persönlichkeitsrechte eingegriffen, indem Bildmaterial entwendet wird und diffamierende Fake-Accounts erstellt werden. Es wird auch zunehmend schwieriger, sich den Medien wie Facebook oder Instagram völlig zu entziehen, denn nicht nur Influencer, sondern auch Selbstständige sind immer mehr auf eine öffentliche Präsenz angewiesen.

Sowohl die Gesprächs– als auch die Verhaltenstherapie bieten gute Möglichkeiten, mit diesen Situationen besser umgehen zu können oder die Konflikte zu lösen.

Beispielsweise bietet die Verhaltenstherapie eine große Methodenvielfalt an, die Stressbewältigungstraining, Selbstbehauptungstraining, Rollenspiele und ein Kommunikationstraining umfassen.